Task Force – Bericht

Ich muss gestehen, diese Task Force verstehe ich -nach dem Bericht in der letzten Gemeinderatssitzung, Punkt 1.7- nicht mehr.

So wie ich das ursprünglich verstanden hatte, ist die Task Force eingerichtet worden zur „Aufarbeitung und Überprüfung historischer Eingangsrechnungen“, Punkt 6 des Koalitionsabkommens von SPÖ und V2000. Diese Arbeitsgruppe bzw. Task Force soll alle Rechnungen von 2020 bis 2023 aufarbeiten und überprüfen. Sie wollen Unregelmäßigkeiten identifizieren und gegebenenfalls finanzielle Rückforderungen für die Gemeinde einleiten. Quelle: Koalitionsabkommen auf  der Webseite der V2000.

Dann habe ich gehört das Peter Köck (Grüne) die Leitung übernehmen soll. Was ich persönlich spannend fand, da ja seine damalige Lebensgefährtin von März 2020 bis November 2022 Vizebürgermeisterin war. Also ich hätte mir ehrlich gesagt jemand anderen gesucht, der diesen Zeitraum auf Unregelmäßigkeiten überprüfen soll. Aber gut. Nicht meine Sache, wir sind ja dezidiert von der Task Force ausgeschlossen, schließlich sollen ja unsere Unregelmäßigkeiten aufgedeckt werden und nicht die von den Grünen.

Dann las ich auf Facebook den Unmut von Peter Köck, weil in der Task Force nichts passierte. Gem. seinem Posting von 16. März meinte er „die SPÖ ist offensichtlich weiter nicht daran interessiert“.

Für mich war die Task Force ab da irgendwie gar nicht mehr greifbar, umso gespannter erwartete ich den Bericht. Der war natürlich im Vorfeld nicht im Session Net, das macht man normalerweise bei Punkten mit Sprengkraft. Nun gut, die Sprengkraft könnt ihr euch gerne jederzeit nachschauen ab 1:06:57 des Live-Stream

Der erste spannende Punkt. Die Frau Bürgermeisterin erwartet die zeitnahe Einberufung zu einer Sitzung durch den beauftragten Leiter Peter Köck – ja er war sehr überrascht darüber.

Der nächste spannende Punkt war, dass sich die Frau Bürgermeisterin befangen erklärt hat, da sie sich als Bürgermeisterin ja nicht selbst prüfen kann. Braucht sie ja auch nicht, wenn der Zeitraum 2020 bis 2023 geprüft wird. In diesem Zeitraum war sie nicht mal im Gemeinderat, also befangen ist da wohl eher der ehemalige Lebensgefährte der damaligen Vize-Bürgermeisterin.

Und ganz persönlich finde ich spannend, dass der grüne Gemeinderat einen Punkt vom Koalitionsabkommen zwischen SPÖ und V2000 umsetzen soll. Wieso machen sie das nicht selber? Oder hat ihnen schon jemand das Rechnungssystem erklärt und ihnen klar gemacht, dass bei Rechnungen die von drei bis fünf Personen geprüft werden, eher keine Unregelmäßigkeiten zu finden sind?

Also ich lege hier für niemanden die Hand ins Feuer, manch einer hat uns schon gezeigt, zu was er so fähig ist. Also vielleicht findet die TaskForce tatsächlich irgendwo etwas. Aber eher nicht bei den laufenden Rechnungen im ElAK (elektronischen Akt), wo die Buchhaltung „rechnerisch geprüft“ hat, ein Abteilungsleiter „sachlich geprüft“ hat, die Amtsleitung „inhaltlich und formal geprüft“ hat und ich als politische Vertreterin auch noch drüber geschaut habe.

Die Task Force bleibt also spannend. Genauso spannend wie die Tatsache, dass Punkt 8 des Koalitionsabkommens schon mehrfach nicht eingehalten worden ist.

Gemeindearbeit

Der größte Vorteil der Funktion als Vize-Bürgermeisterin ist, dass ich ein Büro im Schloss habe. Musste ich früher zwischen einzelnen Terminen entweder unproduktiv im Schloss warten oder zwischen Schloss und zu Hause hin und her pendeln, kann ich jetzt in Ruhe arbeiten.

Natürlich teile ich mein Büro auch gerne mit fleissigen Gemeinderatskollegen, welche einen Platz zum Arbeiten brauchen.

Und wir haben auch die Möglichkeit im Schloss Unterlagen gesichert aufzubewahren, dadurch erspare ich mir auch die Hin- und Herschlepperei von sensiblen Dokumenten.

So ein geteiltes Büro ist auch eine unkomplizierte Möglichkeit für den Informationsaustausch. Sehr viele Budgetposten betreffen ja die Infrastruktur der Gemeinde, da ist es gut, wenn der zuständige GGR Markus Kerschbaum, öfter mal bei mir im Büro vorbeischaut.

Das eigene Büro hat auch den Vorteil, dass es im Schloss einen Platz gibt, wo man sich auf die viel mehr gewordenen Termine in Ruhe vorbereiten kann. Und ich kann dadurch auch besser Gemeinde und Privat trennen, da man die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen muss.

Rückblick Urlaubswoche

Diese Woche habe ich mir eine 20 Stunden Arbeitswoche gegönnt. Im Brotberuf hatte ich Urlaub, allerdings sind meine Urlaubspläne, aufgrund der Ereignisse in den letzten Monaten, ins Wasser gefallen.

Ich habe mich diese Woche daher voll und ganz auf mein neues Aufgabengebiet konzentriert. Zu dem Bereich Finanzen, habe ich aufgrund des Mandatsverzicht der Opposition, auch noch den Bereich Partnerschaften dazu bekommen. Dieser umfasst die Vösendorfer Vereine, die Partnergemeinden und die Hundezonen.

Aufgrund der Situation – Mandatszurücklegung, keine 2/3 Mehrheit, aber noch keine Auflösung des Gemeinderates durch die Landesregierung  NÖ – kann derzeit zwar nichts beschlossen werden, aber das hindert uns natürlich nicht daran, vorbereitende Arbeiten zu tätigen.

Darüber hinaus hatte ich die Woche Gelegenheit an zwei Veranstaltungen, in meiner neuen Funktion als Vize-Bürgermeisterin, teilzunehmen.

Am Mittwoch waren wir beim AUVA Radworkshop bei der Volksschule Vösendorf. Dabei konnten wir sehr motivierte Kinder dabei beobachten, wie sie einen anspruchsvollen Kurs, sehr gekonnt absolvierten. Schade dass es solche Kurse in meiner Kindheit noch nicht gegeben hat.

Am Donnerstag durfte ich dann bei den Ehrungen im Freskensaal im Schloss Vösendorf dabei sein und den Ehrengästen persönlich gratulieren. Ein wirklich sehr schöner Anlass, in tollem Ambiente mit wundervoller musikalischer Unterstützung von Karmen Kleinmaier und ihrem Cello-Team. Gratulation nochmal an die Ehrengäste! 🥳🥂

Neuer Gemeinderat Vösendorf

Gleich vorweg, es gab gestern keinen Live-Stream. Zum einen wurde der Platz für die Zuschauer gebraucht, zum anderen war es auch nicht wirklich aufregend. In einer Stunde fünfzehn Minuten wurden alle Gemeinderäte angelobt, vier geheime Wahldurchgänge durchgeführt und in einer offiziellen Abstimmung Gemeinderäte in besondere Funktionen gewählt bzw. in Gremien entsandt.

Nach dem Ende der Sitzung wurden dann noch Fotos gemacht, wobei die Fotografen die Geduld unserer jungen Mutter strapazierten die zu ihrem hungrigen Baby wollte. Und dann war es auch schon wieder vorbei.

Für alle die nicht dabei waren:

Neuer Bürgermeister Hannes KOZA (Koza)

Neue Vize-Bürgermeisterin Birgit PETROSS (Koza)

geschäftsführende Gemeinderäte (GGR):

ALLMER Wolfgang (Koza)

BYSLOVSKY Susanne (SPÖ)

EWINGER Heinz (SPÖ)

FILIPOVIC Michaela (Koza)

KIRALY Elisabeth (Koza)

MEISINGER Peter (V2000)

PETROSS Birgit (Koza)

PIPEK Johann (Koza)

SCHAUNITZER Peter (SPÖ)

WOLFGER Isabella (Koza)

Welches Ressort die GGR bekommen, wird in den nächsten Tagen festgelegt!

Prüfungsausschuss Mitglieder:

Der Vorsitzende wird aus dem Kreis der Mitglieder in der ersten Sitzung gewählt und darf nicht der BgM Partei angehören.

DUNST Petra (SPÖ)

EPPENSTEINER Marcus (Koza)

HÖRTINGER Martin (SPÖ)

KOBINGER Alexander (SPÖ)

LIEB Martin (FPÖ)

STOCKER Manuela (Koza)

SWOBODA Christian (Koza)

Die besonderen Gemeinderäte und Gremien habe ich mir nicht alle gemerkt. Das kann man dann im Sitzungsprotokoll im Detail nachlesen.

33 Personen, 4 Wahldurchgänge – die gestrige Sitzung war vor allem durch warten geprägt. Doch so geht es definitiv nicht weiter. Es gibt viel zu tun, gehen wir es an!