Faktencheck Klimawandel

Am Donnerstag war ich bei einem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde mit Marcus Wadsak. Der ORF Meterologe den sogar ich kenne, obwohl ich kaum fernschaue.

Ich versuche normalerweise so viele Termine im Ort, wie möglich wahrzunehmen. Alle schaffe ich zwar nicht, aber zu diesem Thema wollte ich mich schon länger näher informieren.

Ich bin in der Thematik Klimawandel/Klimakrise ja ein Laie, wie viele anderen Österreicher auch. Ich kenne nur die von Medien transportierten Fakten, die sich manchmal sogar zu widersprechen scheinen. Weil die Dinge einfach auch nicht immer richtig verstanden werden, wie ich mittlerweile gelernt habe.

Alle vermeintlichen Widersprüche habe ich am Donnerstag verstanden. Und auch wenn er keinen Alarmismus verbreitet hat, so gaben mir seine Fakten schon zu denken.

Die für mich wichtigste Folie – als GGR Finanzen von Vösendorf:

Klimaschutz kostet viel Geld, kein Klimaschutz kostet sehr viel mehr Geld!

So gesehen, bin ich sehr froh, dass wir hier budgetär schon seit vorigem Jahr auf einem guten Weg sind.

Und persönlich bin ich sehr froh, dass ich seit meinem Umzug und meiner neuen Dienststelle, meinen persönlichen CO2 Fußabdruck enorm reduzieren konnte, durch eine extrem kurze Pendelstrecke und Umstieg auf die Öffis. Aber ich habe am Donnerstag auch gelernt, für die nachfolgenden Generationen werden diese Bemühungen zu wenig sein!

Ich will jetzt hier aber auch nicht näher ins Detail gehen. Sollte es euch interessieren, Marcus Wadsak hat zwei Bücher geschrieben. Ich habe sie zwar noch nicht gelesen, sollten sie aber nur halb so erhellend sein wie sein Vortrag, dann zahlt sich der Kauf auf jeden Fall aus! 

https://www.thalia.at/autor/marcus+wadsak-8150253/

Vielen lieben Dank an unseren Umweltgemeinderat Peter Köck, der seinen Meterologen-Kollegen nach Vösendorf geladen hat und vielen Dank an die Gemeinde, insbesondere die Umweltabteilung, fürs organisieren der Veranstaltung!

Das große Ganze

Aufgabe jeder Buchhaltung ist es, das große Ganze im Auge zu behalten. Das weiß jede:r im eigenen Bereich. Wenn man am Monatsanfang alles ausgibt, hat man am Monatsende Probleme seine Rechnungen zu begleichen.

Wenn man sein ganzes Geld für den guten Zweck spendet, dann kann man seine Miete und seine Stromrechnung nicht begleichen. Ich kenne persönlich auch niemanden der so sorglos mit dem eigenen Geld umgeht…

Sobald es sich aber nicht ums eigene Geld handelt, werden die Menschen gleich viel großzügiger. Da ist dann die Meinung des zuständigen Ausschusses plötzlich auch gar nicht mehr wichtig. Obwohl genau von der selben Fraktion immer lautstark nach mehr Ausschusssitzungen gerufen wird.

Da ich aber nicht will, dass der Budgettopf Soziales schon Mitte des Jahres leer ist, habe ich unsere Buchhaltungsleiterin heute morgen angerufen und gebeten, den Entwurf des Nachtragsvoranschlages aufgrund des gestrigen Beschlusses in der Gemeinderatssitzung, nochmal zu adaptieren und den Budgetansatz zu erhöhen.

Leider wird diese Flexibilität der Buchhaltung von allen immer vorausgesetzt. Warum dieser Antrag als Dringlichkeitsantrag bei der Sitzung am Mittwoch eingebracht worden ist und nicht von einer Fraktionskollegin am Tag zuvor beim tagenden Sozialausschuss unter dem Punkt „Allfälliges“ eingebracht wurde, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Vor allem sollte ich es als Fraktion vielleicht auch selbst leben und nicht immer nur von anderen mehr Vorlaufzeit und ein besseres Miteinander fordern.

Populistisch gesehen macht es natürlich Sinn. Und die Buchhaltung wird es schon richten…..Ja, machen wir. So lange es sich budgetär irgendwie ausgeht. Im Sinne einer umsichtigen Budgetplanung würde ich mir für die Buchhaltung aber auch mehr Vorlaufzeit wünschen. Dann müssten wir nicht ständig geschnürte Pakete dauernd aufschnüren und neu machen.

Dank des Einsatzes unserer Buchhaltungsleiterin wird die gestern beschlossene Erhöhung des Heizkostenzuschusses, nun auch budgetär im Nachtragsvoranschlag abgedeckt. Wir haben das Sozialkonto um den gestern beschlossenen Betrag erhöht. Der gestrige Beschluss geht also nicht zu Lasten von anderen Projekten.

Kalenderwoche 20/2022

Nach meinem ersten Urlaub heuer, melde ich mich erholt und entspannt zurück und steige gleich voll wieder ein.

Am Montag habe ich mal meine Mail- und WhatsApp-Nachrichten bearbeitet, eingegangene Rechnungen freigegeben und bin erstmal wieder im Arbeitsleben angekommen – Bund, Gemeinde und Partei 😀

Heute steht ein noch ein Ausschuss – Familie, Gesundheit und Sport – auf dem Programm und morgen geht es dann gleich nach der Arbeit ins Schloss zur Gemeinderatssitzung. Wen es interessiert – hier wird kurz vor Beginn ein Stream zur Verfügung gestellt.

Am Donnerstag habe ich dann den Schwerpunkttag Nachtragsvoranschlag und am Abend kommt dann Marcus Wadsak mit einem Vortrag in den Freskensaal.

Am Wochenende veranstaltet dann BMX Vösendorf Austria den Alpe Adria Cup #3+4. Da muss ich aber noch schauen wann ich vorbeikommen kann, da ich diesmal von meinem Brotjob einen Wochenendtermin habe. Ich bin mit meinem Team beim Militärmusikfestival in Mörbisch.

Ansonsten ist diese Woche terminmäßig relativ ruhig ;-). Noch!

Kurze Auszeit

Wenn man, so wie ich, ständig bestrebt ist das Beste zu geben, ist es unbedingt notwendig auf sich selbst zu achten! Die Dreifachbelastung – Brotjob, GGR und Klubobfrau – hat sich die letzten Wochen schon sehr angehängt. Die Monate Mai, Juni und Juli bringen bei mir also nicht nur viel Arbeit und Termine, sondern auch ein paar kleinere bzw. größere Auszeiten.

Und ich habe aus der Vergangenheit gelernt. Urlaube bringen nur dann wirklich einen Erholungswert, wenn ich sie mir bei allen Verpflichtungen zeitgleich nehme.

Dazu habe ich bereits im Vorfeld mit unserer Buchhaltung auf der Gemeinde einen Zeitplan aufgestellt, damit wir nur in absoluten Notfällen in meiner Auszeit kommunizieren müssen. Und mein Diensthandy im Brotjob ist auch aus!

Ich werde ab sofort auch mein privates Handy eher zur Seite legen und immer wieder längerfristig offline sein.

Mein Plan für die nächsten Tage:

  1. Zeit mit Freunden
  2. In der Natur
  3. Kraft tanken
  4. Resilienz stärken
  5. Mir selbst Gutes tun
  6. Den Moment genießen

Und deshalb gönne ich mir auch hier eine kurze Auszeit. Wir lesen uns nach meinem Urlaub!

Nachschau April 2022

Es war viel los bei mir im April 2022 😀

Begonnen haben wir am 1. April gleich mal mit einem Miteinander Stammtisch am Sportplatz zu einem Heimmatch unseres ASV Vösendorf. Gleich darauf am Montag den 4. April folgte der lang erwartete Musical Montag mit Rot, Blond, Braun. Nach zweimaliger coronabedingter Verschiebung konnten wir mal wieder ein wenig Kultur genießen in unserem wunderbaren Kulturgwölb.

Am 9. April folgte unser Miteinander Ausflug ins Stift Melk und zum Kartfahren. Danach standen zwei Webinare am Abend, eine Werbemittelmesse in der Hofburg und der Besuch des öffentlichen Kaffees im betreuten Wohnen am 11. April auf meinem Programm.

Über Ostern gab es vor allem private Termine und Ende April nahmen dann die Termine wieder zu. Am 22. April war ich bei Nadja Maleh die uns mit ihren vielen unterschiedlichen Charakteren unterhielt. Am 23. April hatten wir dann unser erstes Miteinander Ladies-Cafe. Am Montag den 25. April konnten wir wieder einen tollen Musical Montag mit Annemieke van Dam genießen und am 26. April eröffnete unser Schloss-Cafe!

Abgerundet wurde der April mit unserer Musikschule in Concert am 29. April, dem Landesparteitag der Volkspartei Niederösterreich in St. Pölten und der Muttertagsfeier bei uns im Schloss am 30. April.

Hier ein paar Impressionen von meinem April:

Inflation und Leitzins

Zur Zeit wird von der Bundes-SPÖ und FPÖ wieder lautstark gefordert, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auszusetzen aufgrund der Inflation. Von anderen Seiten wird die Erhöhung des Leitzinsen gefordert, zur Eindämmung der Inflation. Würde beides kommen, wäre das der Worst Case für uns als Gemeinde!

Ein Aussetzen der Mehrwertsteuer würde uns über den Finanzausgleich voll treffen. Mir persönlich würde das bei meinem wöchentlichen Einkauf natürlich helfen, wie jedem anderen auch. Doch für die Gemeinden wäre das weniger gut. Seit Beginn der Pandemie mussten wir mit teilweise enormen Einnahmenausfällen kämpfen und dies wäre nun gleich die nächste Herausforderung. Und man darf auch nicht vergessen, dass die gestiegenen Preise ja auch die Gemeindefinanzen treffen. Wir zahlen genau wie alle anderen mehr für Strom, Lebensmittel und Energiekosten, etc.

Würde der Leitzins erhöht werden und die Kreditzinsen in der Folge steigen, trifft das eine hoch verschuldete Gemeinde wie Vösendorf natürlich auch. Im Jahr 2021 haben wir € 429.000,– nur an Zinsen bezahlt. Sollten die Zinsen steigen, erhöht sich dieser Betrag automatisch auch wenn wir den Schuldenstand weiter reduzieren.

Die Ausgaben sind aufgrund der Inflation bereits gestiegen und könnten bei höheren Zinsen noch mehr steigen. Wenn nun auch noch Einnahmenausfälle dazukommen, stehen wir vor der nächsten sehr großen Herausforderung bei den Gemeindefinanzen.

Kaum hatte ich die Aufgabe als GGR Finanzen übernommen, kam die Pandemie und ich wurde voll gefordert. Niemals hätte ich im ersten LockDown 2020 gedacht, dass es noch viel schlimmer kommen könnte!

KEINE Gebühren- und Abgabenerhöhung 2022

Ich habe ja schon in unserer Sonderaussendung Finanzen und auch hier kommuniziert, dass wir die Gebühren aufgrund der VRV 2015 neu berechnen müssen. Gebührenhaushalte sind eigene Bereiche im Budgethaushalt und sie müssen ausgeglichen agieren. Und aufgrund der VRV 2015 hat sich die Berechnung geändert. Es müssen auch die Abschreibungen, Folgekosten, Wagnisse etc. berücksichtigt werden. Wir haben also alles wie vorgegeben neu berechnet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir die Gebühren eigentlich dringend erhöhen müssten um die gesetzlichen Vorgaben einhalten zu können.

Neben den Gebührenhaushalten gibt es auch noch diverse Abgaben. Friedhof zum Beispiel. Hierbei handelt es sich nicht um keinen echten Gebührenhaushalt. Im Schnitt liegt die Kostendeckung in anderen Gemeinden bei 50%. In Vösendorf sind wir davon weit entfernt. Und es gibt auch noch andere Bereiche die schon seit 2016 nicht mehr angepasst worden sind, obwohl die Kosten in der Gemeinde seitdem sehr wohl gestiegen sind. Die Gehälter für die Mitarbeiter steigen und wir zahlen natürlich wie jedes Unternehmen Steuern. Die Fixkosten steigen also, doch die Einnahmen sind seit 2016 in vielen Bereichen unverändert geblieben.

Aufgrund der Pandemie, haben wir eine Gebühren- und Abgabenerhöhung bisher immer aufgeschoben. Obwohl wir die Einnahmenausfälle der LockDowns sehr gespürt haben, haben wir beschlossen den Bürger:innen eine Gebühren- und Abgabenerhöhung nicht zuzumuten. Für heuer wäre es geplant gewesen. Doch dann kam der Ukraine-Krieg, die steigenden Energiepreise und eine Inflationswelle.

Wir legten alle Berechnungen und Zahlen auf den Tisch und beschlossen auf die Mehreinnahmen heuer zu verzichten und im Sparmodus weiterzuarbeiten. Trotz aller Herausforderungen aufgrund der Inflation und auch wenn der Druck zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben steigt, werden wir heuer keine Gebühren und Abgaben erhöhen. Ich hoffe das hilft den Vösendorfer:innen in diesen finanziell sehr herausfordernden Zeiten.

Schlosscafe Vösendorf

Heute hat unser Schlosscafe offiziell die Pforten geöffnet. Was mich persönlich sehr freut! Endlich kann ich zu Fuß in ein Kaffeehaus gehen, das hat mir die letzten Jahre sehr gefehlt in Vösendorf.

Hier ein paar Impressionen die schon für euch sammeln konnte.

Anbei auch noch die Kontaktdaten für Reservierungen und oder Catering:

Und alle die jetzt neugierig geworden sind, das Schlosscafe findet ihr hier:

Wunschlisten Investitionen

Die Arbeiten am Nachtragsvoranschlag 2022 haben bereits begonnen. Die Buchhaltung hat bereits mit den ersten Abteilungsleitern gesprochen und es werden auch ständig Wünsche an die Damen herangetragen.

Worüber sich aber kein Leiter Gedanken machen muss, sind die Erhöhungen Strom, Energie und Betriebsmittel. Diese werden zentral von der Buchhaltung vorgenommen. Natürlich treffen die höheren Kosten auch die Gemeinde und das werden wir beim Nachtragsbudget selbstverständlich auch darstellen.

So gesehen können wir sehr froh sein, dass wir einen so guten Rechnungsabschluss vorweisen konnten, die Mehrkosten sollten wir also abdecken können – sage ich jetzt mal aus dem Bauch raus ohne dass bereits budgetiert worden ist.

Was mir mehr Sorgen bereitet sind die großen „Brocken“ bezüglich Investitionen die momentan an die Buchhaltung herangetragen werden. Hier werden wir genau prüfen müssen, was wirklich ein kurzfristiger Bedarf ist und unbedingt heuer noch umgesetzt werden muss. Der nächste Schritt wäre dann mit den Abteilungsleitern mittelfristige Finanzpläne auszuarbeiten.

Ziel ist es auf jeden Fall, Investitionen so weit es geht heuer aus den liquiden Mitteln zu bedecken. Darlehensaufnahmen würde ich heuer gerne vermeiden. Mal schauen ob das gelingt…..

Ukraine-Krieg und Gemeindefinanzen

Kaum lief es finanziell trotz Pandemie wieder einigermaßen gut an, brach der Ukraine-Krieg aus. Natürlich sind auch die Gemeinden von der Inflation und den steigenden Kosten betroffen. Doch die Gemeinden trifft es nun finanziell noch einmal.

Die Kommunalsteuer fließt zur Zeit wieder wie gewohnt, dafür kommt es nun zu Einbußen im Bereich der Abgabenertragsanteile. Das Energiepaket dass die Bundesregierung Mitte März beschlossen hat, wird von den Gemeinden mit rund 150 Millionen Euro über den Finanzausgleich mitfinanziert. Das heißt, wir werden heuer weniger Abgabenertragsanteile erhalten, als ursprünglich vom Land NÖ kommuniziert worden ist.

An diesem Beispiel sieht man sehr schön, dass die Finanzstruktur Bund, Länder und Gemeinden in Österreich sehr komplex ist. Deshalb würde ich mir auf Bundesebene auch ein wenig mehr Gedanken über die Folgewirkungen wünschen. Oftmals wird von der Opposition lautstark das aussetzen bzw. das reduzieren von Steuern gefordert. Doch was das nicht nur für den Bund, sondern auch für die Länder und Gemeinden bedeuten würde, wird dabei nicht kommuniziert.

Natürlich würde ich mir als Steuerzahler auch wünschen, dass bei meinem Gehalt mehr Netto vom Brutto bleiben würde oder dass ich weniger für meinen Einkauf bezahlen müsste. Andererseits bin ich froh, dass wir auf Gemeindeebene einen Teil der Steuereinnahmen bekommen um kommunale Bedürfnisse der Gemeindebürger:innen sicherstellen zu können. Eine Gemeinde benötigt nunmal Geld um das Service zu gewährleisten, dass die Bürger:innen gewohnt sind.

Lesetipp: Die finanziellen Folgen des Ukraine-Krieges