Kultursaal – Fass ohne Boden

Die SPÖ hat bei ihrem letzten Video auch die Pläne für den Kultursaal präsentiert.

Spannende Information Nummer 1 – der Brandschutz wurde bereits überprüft und der technische Brandschutz ist vollkommen in Ordnung. Zusatz „Es wurden ein paar Ergänzungen gemacht“. Also war er doch nicht ganz in Ordnung, wie die SPÖ immer behauptet hat? Oder warum wurden Ergänzungen gemacht? Sicherlich doch nur weil sie notwendig waren! Es wird ja hoffentlich kein Steuergeld ausgegeben für nicht notwendige Dinge!

Spannende Information Nummer 2 – „es ist kein Wasser im Keller, wie alle behaupten“. Ich weiß nicht wer gesagt hat, dass Wasser im Keller ist. Fakt ist, es gibt Schimmelbefall im Keller und das nicht erst seit heute. Bereits im Gutachten von 2000 ist von Schimmelbefall die Rede. Und im Gutachten von 2018 ist von Wassereintritt im Keller die Rede.

Das Fazit von der SPÖ – „er ist nutzbar und es sind auch schon sehr viele Vereine die den Kultursaal nutzen und dies soll nun auch erweitert werden“. Also ich persönlich will meine Zeit nicht in Räumen mit Schimmelbefall verbringen, aber die SPÖ hat da offenbar weniger Berührungsängste.

Fakt ist. Es gibt unzählige Gutachten zu dem Thema. 2018 wurde von der damaligen Regierung SPÖ und V2000 übrigens sogar geprüft ob ein Neubau vielleicht günstiger wäre. Es gab dazu ein Sanierungskonzept, welches aber nicht umgesetzt worden ist. Warum? Vielleicht weil damals schon nicht die finanziellen Mitteln vorhanden waren um das SPÖ Lieblingsprojekt umzusetzen?

Aber jetzt ist Geld ja wieder egal. Hauptsache der GGR für Kultur, Vereine, etc. kann etwas verkaufen.

Nur zur Erinnerung. Die Gemeinde ist zuständig für die Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge. Ein Kultursaal gehört da nicht dazu! Wenn man über den eigenen Tellerrand hinausblicken würde, könnte man ja vielleicht in Örtlichkeiten in den Nachbargemeinden Veranstaltungen abhalten. Aber Zusammenarbeit mit den Nachbarn steht bei der SPÖ ja auch nicht auf der Tagesordnung. Lieber verschwenden wir weiter Steuergeld für ein Gebäude das schon vor 26 Jahren!!!! ein Sanierungsfall war.

Die Gutachten, inklusiver toller Fotos stehen derzeit übrigens noch alle auf der Gemeindehomepage zur öffentlichen Einsicht und Download zur Verfügung.

Sollten sie von dort entfernt werden, habe ich sie mir natürlich bereits gesichert und würde sie dann hier für euch veröffentlichen. Da sie über zwei Jahre öffentlich einsehbar waren, können sie ja keiner Geheimhaltung mehr unterliegen.

Spardruck wird erhöht

Das Budgetdefizit des Bundes setzt sich zusammen aus dem Bundesdefizit, den Defiziten der Länder und der Defizite der Gemeinden in ganz Österreich. Wenn der Bund also davon spricht zu sparen und sagt dass es alle treffen wird, dann meint er das auch genau so. Es wird uns alle treffen. Und zwar auf unterschiedlichen Ebenen.

Auf der einen Seite spart der Bund. Diese Sparmaßnahmen sind in den Medien momentan gut vertreten.

Natürlich sparen auch die Länder. Je nach Spardruck und Möglichkeit, werden hier neue unterschiedliche Sparpakete geschnürt werden müssen.

Und auch die Gemeinden müssen sparen. Selbst die wirklich gut aufgestellten Gemeinden, welche mittlerweile eine Minderheit sind in Österreich, schauen sich ihre Budgets genauer an. Die guten Zeiten sind definitiv vorbei.

Die Abgangsgemeinden werden in ganz Österreich immer mehr. Ich möchte zur Unterscheidung nur eines kommunizieren. Nicht jede Gemeinde, die in einem oder zwei Jahren einen Abgang hat, ist eine Abgangsgemeinde! Eine Abgangsgemeinde hat kein Geld für Ermessensausgaben ausgegeben und hat trotzdem mehr Ausgaben als Einnahmen und muss vom jeweiligen Bundesland gestützt werden.

Auch in Vösendorf werden wir sparen müssen. Das haben wir bei der Budgeterstellung 2025 auch bereits berücksichtigt. Wir sparen auch bereits beim heurigen Budget. Auch wenn wir keinen Nachtrag machen können, hinterfragen wir im laufenden Betrieb die Ausgaben. Nicht alles was budgetiert ist, muss auch gemacht werden. Es gilt das Minus vom Vorjahr auszugleichen. Dieses Minus hat unseren Spardruck auf jeden Fall nochmal erhöht.

Es gibt Bereiche welche die Gemeinde auf jeden Fall sicherstellen muss. Es handelt sich dabei um die sogenannte Daseinsvorsorge. Dazu gehört die Müllentsorgung, der Kanal inkl. Kläranlage, die Instandhaltung der Ortsinfrastruktur, der Brandschutz und die gesetzlich vorgeschriebene Kinderbetreuung. Wenn sich eine Gemeinde diese Aufgaben nicht mehr leisten kann, spricht man von einer Abgangsgemeinde.

Wo und wie gespart werden könnte, wurde auch schon in diversen Medienbeiträgen abgehandelt. Natürlich sind das nur Möglichkeiten, wo im eigenen Ort der Sparstift angesetzt wird, muss der jeweilige Gemeinderat entscheiden.

Wo und wie Gemeinden jetzt einsparen können – Österreichischer Gemeindebund

Angespannte Gemeinde­finanzen: Kommu­nale Daseins­vorsorge und Lebens­qualität zunehmend unter Druck – A&W Blog

Kein Geld fürs Freibad? Österreich steht noch ein Sparpaket bevor – Der Standard

Sparbudget: Was nun auf die Gemeinden zukommt – Kronen Zeitung

Neuigkeiten bezüglich Altstoffsammelzentrum

Bei den öffentlichen Müllsammelstellen wurden die Batteriesammelboxen entfernt. Gründe dafür sind u.a. Gesundheitsschutz, Brandschutz, Schutz vor Säureaustritt und somit Umweltschutz. Neben einer Entsorgung im Handel, kann man seine Alt-Batterien auch am Altstoffsammelzentrum am Wirtschaftshof abgeben.

Ebenfalls neu ist die „So gut wie Neu“-Box beim Altstoffsammelzentrum. Hier können seit Kurzem noch gebrauchsfähige Dinge – wie z.B. Kinderspielzeug, Fahrräder, Sportgeräte oder auch kleinere Möbelstücke – abgegeben werden. Die gebrauchten Gegenstände werden dann auf ihre Funktion geprüft und aufbereitet und kommen dann zu den soogut-Sozialmärkten. Im Fall von Vösendorf zum soogut-Markt in Mödling, wo sie preisgünstig wieder verkauft werden.

Solltet ihr etwas für die „So gut wie Neu“-Box haben einfach dem Wirtschaftshofmitarbeiter vor Ort Bescheid sagen, der sperrt euch die Box auf. Aber Achtung Elektrogeräte dürfen aus Sicherheitsgründen nicht angenommen werden. Die könnt ihr aber natürlich wie gewohnt vor Ort entsorgen lassen. Hier noch eine kleine Auflistung was konkret angenommen wird:

Was wird angenommen:
Alles was zum Wegwerfen zu schade ist!

  • Haushaltsartikel (Bürobedarf, Geschirr, Sanitärartikel, Taschen, Koffer, Tierbedarf etc.)
  • Medien (CDs, Bücher, Schallplatten)
  • Garten- und Heimwerkartikel (nicht elektrisch)
  • Wohnungsdeko
  • kleine Möbelstücke
  • Sportgeräte (nicht elektrisch)
  • Spielwaren und sonstige Kinderartikel (nicht elektrisch)
  • Bekleidung sortiert, in kleinen Mengen (gewaschen)
  • Accessoires

Weiterführende Informationen zu beiden Punkten findet ihr wie gewohnt auf der Homepage der Marktgemeinde Vösendorf! Batteriesammelboxen und So gut wie Neu-Box