Gemeinderatssitzung 24.09.26

Am Donnerstag ist es endlich so weit. Nach der Sommerpause unserer Regierung gibt es wieder Gemeinderatssitzungen.

Die nächste öffentliche Gemeinderatssitzung findet bereits am Donnerstag im Schloss statt.

24. September 18:00 Uhr im Sitzungssaal.

Kommt vorbei oder schaut euch den Live-Stream an.

Ich lege euch wieder die Tagesordnung bei, dann könnt ihr schon mal schauen ob Punkte dabei sind, welche euch interessieren. Erfahrungsgemäß sind aber die Dringlichkeitsanträge die interessantesten Themen. Dazu kann ich allerdings noch nichts sagen, die bekommen wir normalerweise kurz vor der Sitzung zu sehen.

Wobei ich persönlich euch den Punkt 7.1. ans Herz legen möchte. Da darf ich die Präventionskampagne „Check den Respekt“ dem Gemeinderat vorlegen. Mein Ziel ist es, dass die Kampagne gegen sexualisierte Gewalt von der Gemeinde Vösendorf, und hoffentlich auch von unseren Vereinen, unterstützt wird.

Informationssuche

Als Gemeindebürger ist es gar nicht so leicht, Informationen zu Entscheidungen des Gemeinderates zu finden.

Grundsätzlich gibt es auf Gemeinden interne Besprechungen und Ausschüsse die NICHT öffentlich sind, d.h. über den Inhalt darf von den Teilnehmenden NICHT gesprochen werden. Dies ist so in der NÖ Gemeindeordnung (insbesondere im Paragraf 21) geregelt, welche die gesetzliche Grundlage für Gemeinderäte ist.

Und dann gibt es auch noch NICHT-öffentliche Gemeinderatssitzungen. Dort werden vor allem Dinge behandelt, wo Interessen Dritter betroffen sind. Das sind sowohl die Mitarbeiter, als auch Unternehmen. Und auch über diese Inhalte dürfen Gemeinderäte nicht sprechen. Und natürlich gibt es auch die Gemeindevorstandssitzungen auch die sind NICHT-öffentlich und die Inhalte unterliegen der Geheimhaltung.

Die öffentlichen Sitzungen sind aber im Nachhinein für alle Bürger einsehbar. Hinweis: Immer erst nach der darauffolgenden Sitzung, nachdem das Protokoll der vorherigen Sitzung ratifiziert (bestätigt/genehmigt) worden ist.

Auf der Seite der Marktgemeinde Vösendorf, findet man die Protokolle bis April 2015. Alle Protokolle davor muss man persönlich bei der Gemeinde (Amtsleitung) anfragen. Ob man sie auf Anfrage zugeschickt bekommt oder im Schloss persönlich vorsprechen muss, kann ich aber nicht sagen. Wobei es sowieso schwierig ist, wenn man etwas sucht, da man erstmal herausfinden muss, in welcher Sitzung der Punkt behandelt worden ist.

Als Gemeinderat ist es auch nicht viel leichter etwas zu finden. Wir bekommen natürlich alle Protokolle während der Zeit unseres Mandats, aber zu vorherigen Sitzungen haben wir keinen Zugang (nicht-öffentlich/Ausschuss/Gemeindevorstand). In einem Protokoll etwas zu finden ist aber auch ein wenig schwierig, da es oftmals mit den Beilagen hunderte Seiten umfasst. Wir haben zwar das Session Net mit einer Suchfunktion (eingeschränkt auf die Zeit unserer Tätigkeit im Gemeinderat) aber die funktioniert nur dann gut, wenn man die richtigen Stichwörter weiß.

Ich suche daher oftmals in den Einladungen nach der richtigen Überschrift (Tagesordnungspunkt) und lese mich dann im richtigen Protokoll ein.

Als Bürger gibt es auch noch die Möglichkeit einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Hier kann man zu einem Thema eine Anfrage stellen. Aber wenn die Beantwortung gegen die DSGVO bzw. die Interessen Dritter verstößt, dann werdet ihr eine ablehnende Antwort bekommen. Wobei eine IFG Anfrage eines Gemeindebürgers uns Gemeinderäten schon Unterlagen verschafft hat, welche ich wahrscheinlich nie selbst gefunden hätte – da vor meiner Zeit und ich keinerlei Anhalte hatte, wann dies genau stattgefunden hat.

Im Sinne der Transparenz wäre es schön, wenn wir hier besseren Zugang schaffen könnten, für interessierte Gemeindebürger. Das wäre doch mal ein Projekt für unsere SPÖ/V2000 Regierung. Echte Transparenz schaffen!

In Zeiten von Social Media, Fake-Profilen und alternativen Fakten, wäre eine transparente Kommunikation von Seiten der Gemeinde unbedingt notwendig!

Kulturprogramm Herbst/Winter

Auf der Suche nach Neuigkeiten auf der Gemeindehomepage habe ich nicht allzu viel gefunden, aber das Kulturprogramm für Herbst/Winter ist bereits online.

Hier könnt ihr euch die Veranstaltungen anschauen.

Also wenn sich sonst nichts tut – genießt die Kulturveranstaltungen, so lange es noch welche gibt.

Irgendwann wird auch die Gemeinderegierung von Vösendorf draufkommen, dass sie vielleicht sparen sollten und ich denke, dann ist Kultur einer der erste Posten der eingespart wird obwohl an anderen Stellen mehr zu holen wäre.

226 Tage = über sieben Monate

Ich werde immer wieder auf der Straße gefragt, was es Neues gibt auf der Gemeinde. Und ich kann seit 226 Tagen immer nur dasselbe sagen

„Derzeit noch nichts!“

Auch wenn das eine oder andere Thema mittlerweile besprochen wird – in Beschlüsse gegossene Entscheidungen gibt es derzeit noch keine – zu den meiner Meinung nach, wichtigen Punkten.

Aber Ende Juni besteht die nächste Chance für eine Weichenstellung. Es gibt nächste Woche noch eine Gemeindevorstandssitzung und Ende Juni dann eine Gemeinderatssitzung.

Was ich schon weiß, es wird einen Nachtragsvoranschlag 2026 geben. Was dort alles berücksichtigt ist, weiß ich aber natürlich noch nicht.

Anfang Februar habe ich einen Beitrag geschrieben, was mir alles fehlen würde. Noch sind alle Punkte von Februar offen, wobei sich zumindest ein Punkt in der Gemeinderatssitzung Ende Juni wiederfinden könnte. Nach derzeitigem Stand könnte sich tatsächlich etwas bewegen. Aber noch ist die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung nicht fixiert. Bezüglich eines anderen Punktes wurden schon mehrfach eingeschobene Sitzungen angekündigt, jedoch ist es nie dazu gekommen. Schau ma mal, vielleicht ist ja auch ein zweiter Punkt in der Juni-Sitzung.

Sollte sich heuer doch noch was bewegen auf der Gemeinde, sage ich euch auf jeden Fall Bescheid!

Digi-Kompass

Auf meine Initiative hatten wir Anfang Mai einen Beratungstermin der Dorf- und Stadterneuerung und der Donau-Universität Krems zum Thema „Wie können wir die Verwaltung mit Hilfe der Digitalisierung schneller und leichter machen und dabei die Qualität verbessern!“

Unterstützt wurde ich von den Gemeinderäten DI Christian Swoboda, MSc (Team Birgit Petross) und DI Mag. Peter Köck (Grüne).

Von der Verwaltung der Gemeinde war auch der neue Mitarbeiter dabei, welchen die Frau Bürgermeister in ihrer Kompetenz befristet eingestellt hat. Netterweise war ich von der Amtsleitung vorgewarnt worden, dass es hier einen neuen zuständigen Mitarbeiter gibt.

Wir haben uns dann alle zusammen den aktuellen Digitalisierungsstand der Gemeinde angeschaut und Verbesserungspotential für die Gemeinde identifiziert.

Es waren spannende zwei Stunden – eine halbe Stunde haben wir überzogen, da wir so motiviert waren. Einiges würde, meiner Meinung nach, wirklich viel Sinn machen. Manches haben wir bereits, ist aber nicht wirklich bekannt – das habe ich für mich mitgenommen es zu bewerben.

Ich warte jetzt noch auf das Protokoll und dann können wir das Thema im nächsten Ausschuss ein wenig vorantreiben.

Informationsbedürfnis

Ich melde mich nach einer kurzen kreativen Schaffenspause wieder retour und würde gerne von euch liebe Leser folgendes Wissen

  • Fühlt ihr euch gut von der Gemeinde informiert?
  • Habt ihr das Gefühl, dass etwas weiter geht im Ort?
  • Werden für euch wichtige Punkte umgesetzt?

Schreibt mir dazu gerne an kontakt@voesendorf.info

Cybersicherheit

Wie ihr der neuen Gemeindemitteilung entnehmen könnt, steht der Gemeinde heuer einiges an Arbeit bevor, da es ein neues Gesetz gibt. Das Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 kurz NISG 2026. Dies betrifft auch die Gemeinden und bringt einiges mit sich.

Gemeindemitteilung Marktgemeinde Vösendorf April 2026

Einiges ist im Bereich Cybersicherheit bereits geschehen in Vösendorf, doch vieles gibt es noch zu tun. Doch das Thema Cybersicherheit ist nicht nur wegen dem neuen Gesetz wichtig. Der Schutz der Daten der Gemeindebürger muss für eine Gemeinde ganz oben auf der Agenda stehen.

Und natürlich können sich Hacker auch eine Gemeinde als Ziel aussuchen. Daher haben wir uns auch bereits im ersten Ausschuss heuer mit dem Thema beschäftigt. Unser Ausschussmitglied DI Christian Swoboda, MSc hat uns im Ausschuss nicht nur einen Kurzvortrag zu dem Thema gehalten, sondern er hat uns auch informative Links übermittelt, welche ich hiermit auch gerne mit euch teilen will.

Der unsichtbare Krieg
ARTE Doku

Hacker – Das gestohlene Ich
ARTE Doku

Spannende Gemeindewoche

Ich möchte euch mal ein wenig teilhaben lassen, an einer ganz normalen Woche, einer geschäftsführenden Gemeinderätin in Vösendorf.

Der Montagabend war geprägt von der Vorbereitung für die Gemeindevorstandssitzung am Donnerstag. Bei 45 inhaltlichen Punkten dauert das sichten der Unterlagen schon ein wenig. Vor allem weil es ja Themenbereiche gibt, wo ich jetzt nicht so sattelfest bin. Bau zum Beispiel, da lerne ich bei jedem Punkt etwas neues dazu.

Am Dienstag habe ich dann noch zusätzliche Unterlagen, welche ich für meine persönliche Beschlussfassung benötigt habe, angefragt. Diese habe ich mir dann am Abend noch in Ruhe durchgelesen.

Mittwochabend war Zeit für die Vorbereitung für meinen ersten Ausschuss nächste Woche. Die Ideen in meinem Kopf mussten zu Papier gebracht werden.

Am Donnerstag habe ich dann die Tagesordnungspunkte für den Ausschuss an die Amtsleitung übermittelt, damit sie zeitgerecht die Einladung rausschicken kann. Und am Abend war dann Gemeindevorstandssitzung. Das ist sowieso eine abendfüllende Veranstaltung.

Freitagvormittag habe ich mir dann noch Informationen vom Bauamt geholt für den letzten Punkt von meinem Ausschuss. Und jetzt werde ich den Ausschusstext im Entwurf fertig stellen und meinen Beitrag für die nächste Gemeindemitteilung schreiben.

Nächste Woche liegt mein Schwerpunkt auf meinem ersten Ausschuss am Donnerstag und den Rechnungsabschluss 2025 muss ich noch im Detail lesen.

Übernächste Woche gibt es dann schon die nächste Gemeinderatssitzung. Interessierte merken sich bitte den 25. März 18 Uhr vor.

Neues Bundesvergabegesetz

Im Dezember 2025 wurde ein neues Bundesvergabegesetz im Nationalrat beschlossen. Das Bundesvergabegesetz von 2018 wird also durch das neue Bundesvergabegesetz 2026 ersetzt. Voraussichtlich im März 2026.

Und die Neuerungen bringen nicht nur neue Schwellenwerte, sondern auch neue Regelungen für die Gemeinden. Schön langsam müssen sich die Gemeinden dem Bundesstandard anpassen!

Warum gibt es eigentlich ein Bundesvergabegesetz? Es geht dabei um die Reduktion von Korruption bei Beschaffungen und um Kostenersparnis bei der Ausgabe von Steuergeld.

Öffentliche Gebietskörperschaften haben sich aufgrund des Gesetzes an gewisse Spielregeln zu halten. So dürfen Gebietskörperschaften nur bis zu einem gewissen Betrag Aufträge direkt vergeben (Schwellenwerte), darüber hinaus müssen Beschaffungen ausgeschrieben werden. Das heißt, der Bedarf wird öffentlich kommuniziert und jeder kann sich dann bewerben.

Wer dann genommen wird, hängt davon ab ob man den Billigstbieter nimmt oder den Bestbieter. Nach welchem Prinzip vergeben werden soll, muss natürlich schon bei der Ausschreibung klar kommuniziert werden.

Der Nachteil von den Ausschreibungen für die Gebietskörperschaften ist, dass sie lange dauern. Für dringende Anschaffungen sind sie nicht geeignet. Hier kann man sich mit Beschaffungen über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG) behelfen. Die BBG handelt laufend neue Verträge zu unterschiedlichsten Bereichen aus und die Gebietskörperschaften können dann den Bedarf einfach abrufen und brauchen so nicht auf die Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes achten, da die BBG dies alles schon im Vorfeld geklärt hat. Über die BBG kann man also auch höhere Beträge, als die Schwellenwerte jederzeit abrufen.

Oder man kümmert sich als Gebietskörperschaft selbst um Rahmenvereinbarungen. Rahmenvereinbarungen werden genauso ausgeschrieben wie einzelne Beschaffungen, werden aber für mehrere Jahre und einen höheren finanziellen Rahmen abgeschlossen und die einzelnen Bedarfe werden dann einfach abgerufen. Wir haben das in der letzten Legislaturperiode bereits bei ein paar Gewerken umgesetzt, welche auch von der jetzigen Regierung verlängert worden sind. Allerdings können solche Rahmenvereinbarungen nicht beliebig oft verlängert werden! Eine Rahmenvereinbarung gilt derzeit maximal vier Jahre, danach muss neu ausgeschrieben werden.

Mit dem neuen Gesetz dürfte auf die Gemeinde ein erhöhter Verfahrens- und Dokumentationsaufwand zukommen. Aus Steuerzahlersicht ist dies auf jeden Fall zu begrüßen, da es vor allem darum geht, dass die Steuergelder wirtschaftlich und sparsam ausgegeben werden!

Natürlich müssen Beschaffungen die nicht dem laufenden Betrieb unterliegen auch vom Gemeindevorstand, bzw. ab € 100.000,– vom Gemeinderat behandelt und beschlossen werden. Aber sollte ein Gremium eine Beschaffung durchführen, die nicht dem Bundesvergabegesetz entspricht, kann dies vom Mitbewerber eingeklagt werden. Darüber sollten sich alle Gemeinderäte klar sein.

Zu dem Thema Vergaberechtsgesetz 2026 gibt es auch einen interessanten Artikel in der neuen Ausgabe der Kommunal-Zeitung.

Vorweihnachtszeit in Vösendorf

Es gibt bis Weihnachten noch ganz viele Veranstaltungen von der Gemeinde und natürlich auch von der Pfarre Vösendorf.

Einen guten Überblick, was, wann und wo stattfindet, findet ihr unter „alle Veranstaltungen“ auf der Gemeinde- Webseite.

Danke an dieser Stelle an die Mitarbeiter der Gemeinde, die eine gute Übersicht zur Verfügung stellen!

Hier geht es zu der Übersicht.