Einnahmen Budget 2023

Die ausgabenseitigen Herausforderungen beim Budget 2023 habe ich bereits dargestellt. Bezüglich der Einnahmen gab es eine positive Überraschung die ich erstmal nicht verstanden habe.

Die Abgabenertragsanteile sollen ziemlich gleich hoch ausfallen, wie heuer. Die Abgabenertragsanteile sind jene Gelder welche wir im Zuge des Finanzausgleiches von den Steuereinnahmen des Bundes anteilig bekommen. Aufgrund der ökosozialen Steuerreform bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass der Betrag sinken wird. Ist aber nicht so, wie wir vor kurzem von Land NÖ erfahren haben. Was ich mir erstmal nicht erklären konnte. Der Punkt ist aber, aufgrund der hohen Inflation und der dazugehörigen Teuerungen und höheren Löhnen, nimmt der Bund auch mehr Steuern ein, was wiederum dazu führt, das dieser Betrag 2023 nicht sinken wird. Was uns zumindest ein wenig hilft bei der Budgeterstellung. Den steigenden Ausgaben, stehen zumindest gleichbleibende Einnahmen gegenüber.

Was uns möglicherweise beim Nachtragsvoranschlag 2023 helfen wird sind zwei Hilfen für Gemeinden die derzeit noch in Verhandlungen bzw. Begutachtung sind.

Bezüglich des Gemeindepaket III (nach zwei Covid-Hilfspaketen für Gemeinden) fanden im September und Oktober bereits viele Verhandlungen statt, ein finales OK der Bundesregierung fehlt aber noch. Da wir den Voranschlag schon bald auflegen müssen, wird sich die Berücksichtigung bei der Budgetierung wahrscheinlich eher nicht ausgehen. Dieses Paket soll das laufende Budget entlasten.

Das KIG 2023 ist bereits seit Mitte Oktober in Begutachtung. Das Kommunalinvestitionsgesetz soll Investitionen von Gemeinden ankurbeln. Hier werden Projekte gefördert. Das KIG 2023 würde das Projektbudget ein wenig entlasten, bzw. die Neuaufnahme von Darlehen reduzieren.

Von beiden Paketen habe ich schon vor über einem Monat das erste Mal gehört, doch seitdem nichts mehr. Vor kurzem habe ich aber einen Artikel vom Kommunalnet erhalten, wo o.a. Details schön dargelegt sind.

Wir dürfen also noch weiter hoffen, dass es für Gemeinden noch Finanzhilfen geben wird. Aber wahrscheinlich dann erst beim Nachtragsvoranschlag im Frühjahr 2023.

Herzschlagfinale

  1. Oktober 2022 0:00 Uhr:

Im Laufe des heutigen Morgens haben sich die Zahlen noch ein wenig verändert. Was mich etwas nervös macht….. Aber noch sind wir vorne und sollten die Titelverteidigung geschafft haben!

Ich bin soooooo stolz auf die Vösendorfer:innen wie sich die letzten 3 Monate, aber vor allem die letzte Woche ins Zeug gelegt haben! Viele sind Extra-Kilometer gegangen, gelaufen oder sind sie mit dem Rad gefahren. Nur damit wir unseren Titel verteidigen können.

Gestern habe ich erfahren dass Gablitz die Herausforderung groß aufgezogen hat und tolle Sachpreise verlost um die Leute zu motivieren. Umso stolzer bin ich jetzt auf die Vösendorfer die es ganz ohne Sachanreize geschafft haben! Wir haben es getan, weil wir miteinander etwas schaffen wollten. Und wir haben nicht aufgegeben! Am Donnerstag Abend war Gablitz plötzlich 3.000 Minuten vor uns. Da haben wir eigentlich schon geglaubt, es geht sich nicht mehr aus. Wie sollen wir in einem Tag, 3.000 Minuten zusammen bringen? Das sind 50 Stunden. Andererseits wenn 50 Menschen eine Stunde….

Oder so wie unser Richard Kiraly über 11 Stunden (elf Stunden!!!!) an einem Tag gemacht hat. Ganz genau waren es 686 Minuten an einem Tag! Und Elisabeth war offenbar dabei und hat Pepi kurzfristig vom Siegertreppchen gestoßen. Ich war übrigens um ca. 22:30 Uhr dabei als er es gesehen hat, aufgesprungen ist und losgegangen ist um sich den ersten Platz wieder zurückzuholen. Überhaupt war am Sportplatz nach dem Heimmatch unseres ASV – die übrigens 4:1 gewonnen haben ! – viel los. Viele Leute sind den ganzen Abend herumgelaufen, haben zu Lebendig getanzt und haben ständig auf den Letztstand in der Spusu-App nachgeschaut. Irgendwann waren wir nur mehr 2.000 Minuten hinten, 1.500 Minuten, 1.000 Minuten,…. Claudia hat im Regen am Sportplatz ihre Runden gedreht. Aufgeben war einfach keine Option! 500 Minuten hinten, 400 Minuten hinten, 300, 200, 100,… Plötzlich waren wir 100 Minuten vorne! Juhuu. Die Spannung stieg, wir sind immer noch herumgelaufen und wollten kurz vor Mitternacht synchronisieren. Die letzte Stunde ging es hin und her. Einmal war Gablitz vorne, dann wieder wir.

Doch nicht nur wir starten auf die App. Auch andere Vösendorfer sahen wie knapp es war und gingen um kurz vor Mitternacht im Pyjama noch ihre Runden! Ihr seid echt spitze! Astrid hat Moritz geschnappt und ist nochmal aufgebrochen, wie so viele andere. Pepi unser Sieger mit insgesamt 17.432 Minuten war immer noch unterwegs. Letztendlich schaffte er mit 4 Minuten Vorsprung vor Elisabeth den ersten Platz in Vösendorf. Dagegen sind mein 6.770 Minuten ja verschwindend gering eigentlich. Aber wie man am Endergebnis sieht, jede Minute zählt!

5 Minuten vor Mitternacht am Sportplatz Vösendorf, wir waren wieder knapp hinten. Als erstes hat Edeltraud synchronisiert, da waren wir nur noch einen Hauch hinten. Dann Birgit, plötzlich waren wir vorne. Ich habe noch eine Extra-Minute gesammelt und letztlich 4 Minuten vor Mitternacht nochmal 79 Minuten beigesteuert. 234 Minuten oder auch 28.486 Schritte habe ich gestern noch beigetragen. Nichts gegen die 686 Minuten von Richard, aber trotzdem beachtlich!

Danke an alle die mitgemacht haben! Die gegangen, gelaufen oder Rad gefahren sind. Die sich gegenseitig angespornt haben. Viele Wege sind zurückgelegt worden, weil wir uns gegenseitig gematcht haben! Oder wir haben sie miteinander zurückgelegt, bei gemeinsamen Wanderungen oder Radtouren. Und vielen Dank auch an alle, die immer wieder andere gepusht haben! So schön es war den Zusammenhalt gestern zu sehen, für nächstes Jahr würde ich mir ein wenig mehr Vorsprung wünschen!

Ich denke jetzt haben wir uns alle erstmal einen faulen Samstag verdient!

Erste Zahlen

Ich freue mich immer sehr über den ersten Entwurf sowohl des Rechnungsabschlusses, als auch des Budgets. Der enorme Vorteil als GGR Finanzen ist, dass man die Zahlen vor allen anderen zu Gesicht bekommt. Unter anderem auch, weil ich die Abweichungen begründen muss. Wenn die Zahl auf einem Sachkonto abweicht und zwar „Über 10.000,00 und mehr als 30,00%“ dann müssen wir das begründen.

Als ich die Zahlen vorige Woche bekam, fand ich nicht viele Herausforderungen vor.

Einnahmenkonten wo mehr eingenommen worden ist als geplant, Ausgabenkonten wo weniger ausgegeben worden ist als geplant.

Nichts was ein wirkliches Problem darstellt. Die paar Konten wo wir wirklich eine Begründung schreiben müssen, hat mir die Buchhaltung bereits vorbereitet, da es sowieso belegbar war.

Die nächste Mail die ich aufmachte war der Entwurf des gesamten Rechnungsabschlusses – 358 Seiten. Ich gestehe, beim ersten Mal anschauen habe ich nicht alle Seiten gelesen. Ich habe mich auf die Übersichtszahlen beschränkt und ich finde den Rechnungsabschluss besser als erwartet! Trotz unsicherer Zeiten und ständiger Einnahmenausfälle wegen der LockDowns, haben wir in vielen Bereichen eine ziemliche Punktlandung hingelegt.

Natürlich werde ich beim mehrmaligen durchlesen schon noch das eine oder andere finden, das mir nicht so gut gefällt. Aber alles in allem bin ich doch sehr zufrieden wie es mittlerweile läuft.

Guten Rutsch!

Einen finanziellen Jahresrückblick wird es heute nicht geben, dazu warte ich auf den Rechnungsabschluss der Marktgemeinde Vösendorf. Im Gegensatz zum Bund – wo wir bereits Mitte Dezember fertig sein mussten – kann die Gemeinde auch im Jänner noch Rechnungen ins alte Jahr buchen. Wenn sie das abgelaufene Jahr betreffen!

Ich kann jedoch einen persönlichen Jahresrückblick ziehen. Das zweite Jahr als geschäftsführende Gemeinderätin für Finanzen und das zweite Coronajahr geht zu Ende. Und ich merke, dass ich mich mittlerweile eingelebt habe. War das erste Jahr geprägt davon die Unterschiede zwischen Bund und Gemeinde herauszufinden, gab es das heurige Jahr schon so etwas wie Routine. Zumindest in Teilbereichen.

Und das, obwohl das Jahr turbulent begonnen hatte. Unsere Buchhalterin hatte uns für ein lukrativeres Angebot verlassen. Ihre Stellvertreterin übernahm das Ruder. Wir mussten uns also neu aufstellen. Was aber nicht lange dauerte. Wir harmonieren gut und arbeiten super zusammen. Eine größere Herausforderung waren die technischen Adaptierungen aufgrund der VRV2015. Das Land arbeitet stetig daran und so kam es auch ständig zu Änderungen, wie einzelne Buchungen vorzunehmen sind. Oftmals auch kurz nachdem wir mit etwas fertig waren. Was ein wenig Frust mit sich brachte. Doch wir versuchten entspannt zu bleiben und die technischen Herausforderungen auch immer wieder zu erklären.

Natürlich brachte auch das zweite Pandemiejahr einige finanzielle Herausforderungen, doch wir konnten auch viel weiter bringen. Persönlich hätte ich jetzt aber ganz gerne mal ein normales Jahr, mit sprudelnden Einnahmen und der Möglichkeit ganz viele Projekte für die Bevölkerung umzusetzen. Natürlich ist man im Budgetbereich gewohnt der Böse zu sein, der immer darauf aufmerksam macht, was alles nicht geht. Man hätte es aber natürlich auch gerne mal anders rum.

Alles in allem habe ich mich mittlerweile gut eingelebt. Die Abläufe sind klar. Die Zuständigkeiten sind bekannt. Wenn man was braucht, weiß man, wen man anrufen muss und viele Besonderheiten im Budget sind bereits bekannt und man muss nicht mehr alles erfragen.

Fazit des Jahres – Ich fühle mich wohl und freue mich auf das neue Jahr und neue Herausforderungen!

Rutsch alle gut rüber und bleibt gesund!